Selbstverwirklichung im Job (Ausgabe 16/23) Selbstverwirklichung nur als Selbständige/r? Wie auch Angestellte Sinn, Erfüllung und Zufriedenheit im Job finden

Dipl. Spoec. Conny Schumacher aus München hat in den letzten Monaten zahllose Menschen – von Firmeninhaberinnen über Führungskräfte bis hin zu Sachbearbeitern – interviewt, um herauszufinden, was sich die Menschen wirklich wünschen und wo ihre größten Nöte, Herausforderungen und Unzufriedenheiten liegen. Herausgekommen sind einige hoch interessante Einblicke, was Menschen beschäftigt – und was wir DENKEN, das sie beschäftigt – die sie hier mit Ihnen teilen wird. 

Mann sitzt nachdenklich auf Treppe (Bild: picture alliance / Westend61 | Rainer Holz)

Es ist auch für Angestellte wichtig, sich bewusst zu machen, was man will. (Bild: picture alliance / Westend61 | Rainer Holz)

Heute: „WAS IST DIR IM LEBEN WICHTIG – und warum ist diese Frage wichtig für die Wirtschaft?“

Dazu möchte ich Ihnen Markus vorstellen (Name geändert), der hochintelligent ist, im Job aber einfach nicht „zu potte“ kommt. Er ist Wirtschaftsinformatiker und „JOBHOPPER“. Er kommt zu mir, um herauszufinden, was an ihm „falsch“ ist, weil er es nie lange in einem Job aushält.

Ich stelle ihm – wie allen – die Frage: WAS WILLST DU? Keine Antwort. Zufrieden sein, gut verdienen, sinnvolle Aufgaben machen…

Ich bohre weiter: WAS sind sinnvolle Aufgaben für dich? Er schluckt und erzählt von den Projekten, die er betreut, und dass das Einzige, was Auftraggeber interessiert, ist, wie viel Erfahrung er mit Computersprachen hat. Dass es ihn zu Tode langweilt, Dinge zu programmieren, die aus seiner Sicht unwirtschaftlich sind, weil sie entweder bereits überholt sind, oder mit einer anderen Programmiersprache besser zu lösen wären. Weil er gerne ein Projekt leiten würde, aber keine Führungsverantwortung bekommt. Kurz: Weil er nicht gefragt wird, sondern umsetzen soll, was der Kunde sich wünscht.

Fällt Ihnen etwas auf? Er weiß vor allem, was er NICHT WILL!

Nun wird es ernst: Wir machen diverse Tests, um herauszufinden, was er WILL. Was ihm wichtig ist, was seine Visionen und Vorstellungen von einer sinnvollen Programmierung sind. Wie er sich Teamführung vorstellt.

Er blüht auf. Kriegt rote Backen. Und ich Druckstellen an den Fingern vom Mitschreiben: Er hat einen Blick für die größeren Zusammenhänge: Wo kann man Geld und Zeit sparen? Wie kann man Zukunftstrends voraussehen und einplanen? Welche Software wäre optimal geeignet, um nachhaltig zu programmieren? Wen würde er ins Boot holen? Wo die Leute herbekommen?

Es ist offensichtlich: Markus ist ein wirtschaftlich denkender Visionär. Dafür ist er an die Uni gegangen. Er wollte fortschrittliche Dinge entwickeln. Er hat den Ehrgeiz, mit seinen Fähigkeiten die Welt ein stückweit besser zu machen. Lachen Sie nicht. Viele Menschen denken so.

Die meisten sind einmal für etwas ganz anderes angetreten als das, was sie heute machen.

Wie Markus. Markus macht einen Programmierer-Job. Seit Jahren. Kein Wunder, dass er totunglücklich ist.

Auf meine Frage, ob er denkt, dass seine Qualitäten – wirtschaftlich-visionär denken UND wissen, wie man diese Dinge umsetzen kann (was ihn obendrein befähigt, ein Team zu führen) – für die Wirtschaft ein Wettbewerbsvorteil sein könnte, guckt er erstaunt.

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So langsam dämmert es ihm.

Er hat sich für die falschen Stellen beworben. Warum? Weil er die Anforderungen erfüllen konnte. Er beherrscht alle Programmiersprachen, ja – aber er kann noch viel viel mehr!

Bitte: Es ist nichts falsch am Programmieren. Es ist nur nicht jeder in diesem Job zufrieden – nur weil er es KANN!

Wie viele Mitarbeiter gibt es in IHREM Unternehmen, die möglicherweise eine Position besetzen, die sie zwar ausfüllen KÖNNEN, von der sie aber nicht wirklich erfüllt sind? Wie viele Mitarbeiter haben Sie, die an anderer Position wesentlich effektiver – und damit zufriedener – wären? Die gerne Aufgaben übernehmen würden, die andere hassen? Hier legt unendlich viel Potenzial verborgen!

Never forget: Wenn der Spagat zwischen dem, was uns wichtig ist und dem, was von uns erwartet wird, zu groß wird, werfen wir über kurz oder lang das Handtuch. WIR MÜSSEN ES – oder wir werden krank.

Wo drückt bei Ihnen der Schuh? Ich habe wieder einige Zeitslots für Interview-Interessenten freigeräumt. Als Dankeschön für Ihre Zeit (30 min.) schenke ich Ihnen 30 min Free-Coaching zu einem Thema Ihrer Wahl. Buchen Sie einfach auf https://conny-schumacher.de Ihren kostenlosen Termin.

 

Über die Person

„Go for your Dreams – The Art of Getting what You Want“
Die diplomierte Sportökonomin Conny Schumacher aus München überträgt seit mehr als 25 Jahren Erfolgsprinzipien aus Hirnforschung, Sport & Abenteuer auf die Wirtschaft und coacht vor allem UnternehmerInnen und Unternehmen zu mehr Zufriedenheit und Erfolg. Weitere Infos finden Sie unter https://conny-schumacher.de

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