Personalfokus Personaler setzen auf KI, um die Arbeitsbelastung zu verringern

Personalmanager weltweit betrachten KI als Möglichkeit, die Belastung durch administrative Arbeiten zu verringern und Zeit für strategische Aufgaben zu gewinnen. Das ist ein Befund der neuen Studie „HR Trends – die Zukunft der Personalarbeit“ von Sage. 

Für die jährlich erscheinende Studie „HR Trends – die Zukunft der Personalarbeit“ wurden mehr als 1.000 Personalverantwortliche aus verschiedenen Branchen und Ländern (USA, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Südafrika, Kanada, Spanien und Frankreich) befragt. 77 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass KI das Potenzial hat, die Arbeitsweise in ihrem Unternehmen zu revolutionieren. 95 Prozent der Befragten sahen sich im vergangenen Jahr einer gestiegenen Arbeitsbelastung ausgesetzt, und 91 Prozent bejahten eine Zunahme der Verantwortlichkeiten in ihrer Rolle. Laut der Studie ist es dreimal wahrscheinlicher als vor der Pandemie, dass Personalleiter in Deutschland mehr als 45 Stunden pro Woche arbeiten.

Weitere Befunde der Studie:

  • Hohe Arbeitsbelastung (80 %), niedrige Arbeitsmoral und Burnout der Mitarbeiter (79 %) sowie begrenzte Budgets (79 %) sind die größten Herausforderungen, die HR-Fachleute nachts wachhalten.
  • 80 Prozent der Personalverantwortlichen glauben, dass sich die Rolle der Personalabteilung durch KI erheblich verändern wird.
  • 71 Prozent der HR-Fachleute sind davon überzeugt, dass die Implementierung von KI in HR-Aufgaben mehr Arbeitsplätze schaffen wird.
  • 45 Prozent der HR-Führungskräfte nutzen derzeit HR-Metriken, 44 Prozent setzen auf Automatisierung und 43 Prozent auf HR-Lösungen aus der Cloud, was eine deutliche Verlagerung in Richtung Automatisierung und Analytik belegt.
  • Mehr als die Hälfte (56 %) der Personalleiter wünschen sich mehr Technologie, um effektiver arbeiten zu können.

Ausblick: Personalverantwortliche wollen künftig vor allem für drei Bereiche mehr Zeit aufwenden: die strategische Planung (61 %), die Nutzung von Daten zur Entscheidungsfindung (59 %) und das Engagement der Mitarbeitenden (59 %). Immerhin 68 Prozent der Befragten bestätigen, dass mehr als die Hälfte der HR-Prozesse in ihrem Unternehmen bereits automatisiert sind. Allerdings gehen 79 Prozent davon aus, dass noch mehr automatisiert werden könnte, um die Effizienz zu steigern.

Amanda Cusdin, CPO bei Sage, erläutert: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Personalverantwortliche unter zunehmendem Druck stehen, Ergebnisse zu liefern und eine immer länger werdende Liste von Aufgaben zu bewältigen haben. Die Branche und ihre Beschäftigten sind jedoch widerstandsfähig und diejenigen, die Technologie und KI nutzen, werden mehr Zeit zurückgewinnen. Das ist von unschätzbarem Wert, wenn man versucht, einen Burnout zu vermeiden. Infolgedessen können sich Personalverantwortliche auf Bereiche ihrer Arbeit konzentrieren, die sie für wertvoller halten, wie etwa Personalstrategien. Diese Verschiebung kann wiederum die Arbeitszufriedenheit erhöhen.“

Die komplette Studie zum Download gibt es hier

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