Personalfokus (Ausgabe 16/23) 50-Jährige produktiv wie nie und Digitalisierung als bestimmender Trend im Personalwesen

Eine aktuelle Studie zeigt: Die Genration 50+ hat noch einiges vor im Berufsleben und fühlt sich produktiver als je zuvor. Eine andere Studie zur Digitalisierung von Personalabteilungen hat zudem ergeben, dass die Digitalisierung weiterhin für viele HR-Abteilungen eine Herausforderungen darstellt. Erfahren Sie jetzt mehr!

Personalfokus

Arbeitsmarkt-Studie „Karriere 50 plus“

Die Generation 50 plus hat noch einiges vor im Berufsleben. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktstudie „Karriere 50 plus“ der KÖNIGSTEINER GRUPPE, an der 2.974 Beschäftigte von 50 bis 65 Jahren teilnahmen.

Das überraschende Ergebnis: Für 40 Prozent der Teilnehmenden ist 2023 oder 2024 ein Jobwechsel vorstellbar. 9,5 Prozent planen dabei, selbst aktiv auf Jobsuche zu gehen.

Weitere 31 Prozent bezeichnen sich selbst als passiv suchend und wären bereit für einen beruflichen Tapetenwechsel, wenn ein Arbeitgeber sie darauf anspricht. Ein Grund für die Vitalität der Silver Generation auf dem Arbeitsmarkt: Genau die Hälfte von ihnen (50 %) nehmen durch den allseits grassierenden Personalmangel ein erhöhtes Interesse an ihrer Arbeitskraft wahr – vor allem Menschen zwischen 50 und 54 Jahren registrieren ihren erhöhten persönlichen Marktwert (52 %).

Ab 50 Jahre produktiver denn je

Was die eigene Leistungsfähigkeit betrifft, sieht sich der Großteil der wechselbereiten Silver Generation bereit für neue Aufgaben und auf dem Zenit der beruflichen Laufbahn. Genau zwei Drittel der Befragten sind überzeugt, heute produktiver (29 %) oder genauso produktiv (37 %) zu sein, wie zu der Zeit, als sie zwischen 20 und 29 Jahre alt waren. Ähnlich hoch ist der Wert im Vergleich zur Altersphase zwischen 30 und 39 Jahren (21 % bzw. 54 %). Auch deswegen sind 88 Prozent von ihnen an einer beruflichen Weiterbildung interessiert.

Arbeitgeber sollten ihren Blick für Kandidat*innen jenseits der jungen Generation schärfen und gezielt Menschen der Gen 50 plus in ihre Recruiting Strategie einbeziehen. Zu oft wird diese vorschnell dem alten Eisen zugeschrieben, während man der Gen Z ein erstaunliches Anspruchsdenken inklusive bisweilen geringer Belastbarkeit fast beiläufig verzeiht.

, so Nils Wagener, Geschäftsführer der KÖNIGSTEINER GRUPPE zu den Ergebnissen der Studie. Was die sonst noch ergab, lesen Sie hier.

Jetzt den PERSONALintern-Newsletter abonnieren

Personalveränderungen +++ Fachbeiträge +++ Termine +++ Stellenangebote
Wir beliefern wöchentlich mehr als 10.000 Abonnenten

Studie: Wie digital sind Personalabteilungen?

Die Digitalisierung bleibt weiterhin einer der bestimmenden Trends im Personalwesen, zeigt eine aktuelle Studie von aconso, für die deutschlandweit HR-Entscheider befragt wurden. Für 52 Prozent der Befragten zählt sie zu den größten Herausforderungen, mit der HR-Abteilungen in den vergangenen drei Jahren zu kämpfen hatten. Nur der anhaltende Fachkräftemangel beschäftigte Personalentscheider noch mehr (77 Prozent).

Doch gerade um ihn zu bewältigen, spielen digitale HR-Prozesse eine wichtige Rolle.

Sie erleichtern die Arbeit im Recruiting erheblich, finden 56 Prozent der Befragten, und bringen Vorteile für Bewerber (53 Prozent). Am stärksten spüren Personaler die Arbeitsentlastung bei der HR-Administration (79 Prozent). Aber auch im Bereich Weiterbildung (34 Prozent) sowie Austritt und Kündigung (28 Prozent) erleichtern automatisierte Prozesse die Personalarbeit.

Digitale Personalakte ist bester Startpunkt

Viele regelbasierten HR-Prozesse lassen sich automatisiert darstellen und erleichtern so den Arbeitsalltag von Personalern enorm. Das zahlt sich insbesondere in verwaltungsintensiven Bereichen wie dem HR-Dokumentenmanagement aus. 71 Prozent der Befragten setzen hier bereits Lösungen wie eine digitale Personalakte ein. Das sind rund ein Fünftel mehr als noch vor drei Jahren. In der digitalen Personalakte werden alle wichtigen Personaldaten und -dokumente zentral gespeichert. 79 Prozent der HR-Entscheider, die mit einer solchen Lösung arbeiten, betrachten den flexiblen Zugriff auf Informationen als größten Vorteil. 73 Prozent loben die zusätzliche Platzersparnis und Nachhaltigkeit, weil keine Papierberge mehr zu lagern sind.

Weitere Ergebnisse finden Sie hier.

 

Kommentare:

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Machen Sie gerne den Anfang!


Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren:

Bitte warten, Verarbeitung läuft ...